ICA, eine der grössten Handelsketten in Schweden, bekommt Besuch von der DI (Datainspektionen - Datenschutz). Grund dafür ist die im September gestartete persönliche Werbung bzw. der Versand von Angeboten zugeschnitten auf den bisherigen Einkäufen bei ICA.
Wer sich längere Zeit in Schweden aufhält oder gar hier wohnt, der kennt mit Sicherheit das Rabattsystem mit den Rabattkarten. Kaum ein Unternehmen, was nicht eine solche Rabattkarte anbietet. Und natürlich den Inhaber einer solchen Rabattkarte mit besonderen Angeboten und Preisnachlässen lockt. Diese sind teilweise sehr wertvoll und wenn man hier in Schweden lebt, definitiv ein Muss.
Und natürlich sammeln die Unternehmen die Daten der Kunden. Diese Daten wurden nun von ICA ausgewertet und nach deren Angaben als weltweit erstes Unternehmen für persönliche Angebote an seine Kunden in ganz Schweden eingesetzt. Vorangegangen war ein 5 monatiger Test mit 75.000 ICA Kunden in Östergötland
So bekamen wir unseren monatlichen Bonus-Bescheid mit einem persönlichen Anschreiben sowie 10 Waren, die wir am häufigsten einkaufen mit einem Preisnachlass von 20%. Das ist soweit auch ok, handelt es sich allerdings um Marken, die wir bisher nicht gekauft haben oder die preislich über diesen Marken liegen.
Datainspektionen will nun prüfen, inwieweit ICA mit diesen Angeboten gegen geltenden Gesetze verstösst. So dürfen zwar Kundendaten erhoben werden, man darf aus diesen aber nicht irgendwelche Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe, der religiösen Überzeugung, der sexuellen Vorlieben oder der Gesundheit ableiten können.

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